Ausgabe 4 (2014) ist online!

Liebe Leserinnen und Leser von Skriptum,

Ausgabe 4 (2014), Heft 1 (7. Ausgabe) von Skriptum – Studentische Online Zeitschrift für Geschichte und Geschichtsdidaktik wurde so eben online gestellt und wartet mit fünf abwechslungsreichen Beiträgen, die von den fortschrittlichen Visualiserungsbestrebungen in den Altertumswissenschaften bishin zur klassischen Historik wieder eine große Bandbreite an geschichtswissenscahftlichen Themen abdecken.

Dank Hans-Werner Bartz und dem Team der Digitalen Akademie (DA) an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz war es uns diesmal möglich, den Publikationsprozess durch erste Schritte mit TuStep weiter zu professionalisieren und erheblich zu beschleunigen. Vielen Dank dafür!

Mit dem ersten Artikel der neuen Ausgabe bleibt Skriptum einmal mehr seinem thematischen Schwerpunkt rund um digital humanities, digital history und spatial history treu, denn im Blick in die Historikerwerkstatt wird dem Leser ein praxisnaher Einblick in eine mögliche Symbiose von Informatik und Altertumswissenschaften gegeben. Ein Team aus Dozenten und Studierenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg besprechen Nutzen und Einsatz etablierter Methoden digitaler Visualisierungen auf Ausgrabungen in der Türkei (Metropolis, Ionien) , stellen möglich Formen des Scannings vor und diskutieren ihre Vor- und Nachteile – auch in Bezug auf die Lehre. Abschließend wird ein Blick auf die im Entstehen befindliche epigraphische Fachdatenbank EDEN geworfen.

Wir freuen uns mit dem darauffolgenden Beitrag zum ersten Mal das Feld der Geschichte der Naturwissenschaften vorstellen zu können. Kein geringere als Albert Einstein, der Archetypus des Wissenschaftlers, ist Gegenstand des Essays von Maik Hollinger. Einstein erlangt Weltruhm – Eine vergleichende Rezeptionsgeschichte der allgemeinen Relativitätstheorie in Großbritannien und Deutschland 1919-1920 bietet dem Leser einen vergleichende Rezeptionsgeschichte der allgemeinen Relativitätstheorie in Großbritannien und Deutschland 1919–1920, welche die Bedeutung des wissenschaftlichen Fortschritts in der Zwischenkriegszeit zum Vorschein bringt.
Es folgt ein Einzelaspekt aus einer umfangreichen Staatsexamensarbeit zu den Menschen der Virginia Company of London und der Compagnie de la Nouvelle-Francevon David Hense. Der Autor legt den Fokus auf zwei frühneuzeitliche Handelskompanien und zeigt, dass das englische und französische Ausgreifen nach Nordamerika keineswegs vollständig erforscht ist, da beide Länder in ihren Ambitionen in der Neuen Welt noch nie im Bezug auf ihre anfänglichen Kompanien verglichen worden sind. Um diese Lücke zu schließen, findet ein detailierter Vergleich der Mitglieder der jeweiligen Kompanien statt, der es Hense ermöglicht zu eruieren, was an der jeweiligen Kompanie jeweils als ‚typisch‘ englisch respektive französisch gelten kann.

Jelena Menderetska nimmt die anhaltenden politischen Unruhen 2013/2014 in der Ukraine zum Anlass einer historischen Betrachtung und beschäftigt sich in ihrer Seminararbeit Die Ukraine 1848–1918 mit der Zeit von den ersten politischen Strömungen bis zur Nationsbildung. Nach einer allgemeinen Begriffsdefinition, fragt sie nach der politischen und kulturellen Ausgangssituation einzelner Regionen sowie von Stadt und Land, zeichnet Entwicklungen und Entstehungsprozesse politischer Parteien – auch in ihrer Verbindung zum Ausland – nach und zeigt, inwieweit es zu erfolgreichen Versuchen einer ‚Nationsbildung‘ kam und kommen konnte. In einem Exkurs wird zudem auf das aktuelle ukrainische Geschichtsbild und die ‚erinnerungspolitischen‘ Tendenzen in Schulbüchern und Bildungssystem eingegangen.

Die Ausgabe schließt mit einer Rezension des opus magnum eines der Koryphäen der deutschen Geschichtstheorie und der Didaktik der Geschichte: Jörn Rüsens Historik. Theorie der Geschichtswissenschaft. Matthias Mader bespricht pointiert dieses einschlägige Werk, setzt es in Bezug zu früheren Werken Rüsens und zum ‚Altmeister‘ Droysen und zieht im Gesamten ein positives Fazit. Doch lässt er auch Kritik nicht aus: Als zu kurz gegriffen erscheint ihm die Auseinandersetzung Rüsens mit den digitalen Neuerungen der Historikerzunft im Allgemeinen und dessen Umgang mit Narrativitätstheorien im Besonderen. – Ein Grund mehr unseren Eingangs erwähnten inhaltlichen Schwerpunkt weiterhin beizubehalten.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von Skriptum!

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